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Insolvenzen: Neuer Rekord
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Insolvenzen:
Trauriger Höchststand
22.01.2010, 13:00 Uhr
Neuss / Düsseldorf (wnorg) -
521.000 Arbeitsplätze weg
Neuer Rekord in 2010 erwartet
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Das gab es so noch nie: Ein trauriges Rekordjahr nach dem anderen. Die Insolvenzen nehmen beängstigend zu. Hunderttausende Arbeitsplätze sind betroffen und ein Ende ist nicht in Sicht. Und 2010 geht es erst richtig los.
Die Wirtschaftskrise fordert ihren Tribut: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg 2009 um 16 Prozent auf 34.300 Fälle (Vorjahr: 29.580). Das teilte der Verband der Vereine Creditreform e. V. mit. Bei den Verbraucherinsolvenzen gab es dagegen mit 98.450 Verfahren eine Stagnation auf hohem Niveau.
Insolvenzschäden auf Rekordniveau
Die Insolvenzschäden für die Volkswirtschaft belaufen sich für dieses Jahr auf 48,6 Mrd. Euro. Damit liegt das Schadensniveau um 19,6 Mrd. Euro oder 67,6 Prozent über dem des Vorjahres (29,0 Mrd. Euro). Pro Insolvenzfall sind durchschnittlich 1,1 Mio. Euro an Forderungen ausstehend (Vorjahr: 710.000 Euro). Den Großteil des Geldes werden die Gläubiger abschreiben müssen.
521.000 Arbeitsplätze betroffen
Die Zahl der von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffenen Arbeitnehmer nimmt ebenfalls deutlich zu: 521.000 Arbeitsplätze (Vorjahr: 447.000) sind bei insolventen Unternehmen bereits weggefallen oder in Gefahr.
Starker Anstieg im Verarbeitenden Gewerbe, mehr Großinsolvenzen
Im Verarbeitenden Gewerbe nahmen die Insolvenzzahlen deutlich um 40 Im Baugewerbe fiel der Anstieg aufgrund der staatlichen Konjunkturhilfen dagegen mit einer Zunahme von 2,6 Prozent noch moderat aus. In der Dienstleistungsbranche kletterten die Insolvenzzahlen um 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit plus 18,8 Prozent wies der Handel den zweithöchsten Zuwachs der vier Hauptwirtschaftsbereiche.
Zahlreiche Großunternehmen
Die Zahl der insolventen Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Mio. Euro stieg binnen eines Jahres von 60 auf rund 200. Das Gros des Insolvenzgeschehens spielt sich aber weiterhin im Mittelstand ab. In 77,2 Prozent (Vorjahr: 80,6 Prozent). Im Osten Deutschlands nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 13,8 Prozent zu, während auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik ein Zuwachs von 16,5 Prozent zu verzeichnen war.
2010: Neuer Insolvenz-Rekord erwartet
Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland wird 2010 weiter deutlich steigen. Hauptgründe sind neben der Rezession die eingeschränkte Verfügbarkeit von Finanzmitteln sowie Überkapazitäten.
Rezession und Überkapazitäten
Das ist das Kernergebnis der Studie "Insolvenzen in Deutschland 2010 – Trends in der Wirtschaftskrise", für die die Roland Berger Experten Finanzinvestoren, Insolvenzverwalter und Workout-Banker zu Insolvenzen befragt haben. Die Mehrheit geht davon aus, dass die Zahl der Insolvenzanmeldungen 2010 mindestens um weitere zehn Prozent steigen wird. Als Hauptgrund geben sie die Rezession (85%) an, vor der Knappheit an Finanzmitteln (71%) und Überkapazitäten (63%).
Finanzierungsprobleme
"2010 werden zunehmend auch gesunde Unternehmen wegen Finanzierungsproblemen in Schwierigkeiten geraten", sagt Dr. Gerd Sievers, Partner im Kompetenzzentrum Corporate Performance und Corporate Finance Experte bei Roland Berger Strategy Consultants. "Staatliche Programme können die Finanzierungsprobleme voraussichtlich nur teilweise kompensieren".
Gefährdete Branchen
Besonders betroffen sind die Automobilbranche sowie der Anlagen- und Maschinenbau. Aber auch für den deutschen Mittelstand steigt das Risiko. Besonders bedrohlich: Durch Finanzierungsprobleme werden zunehmend auch im Kern gesunde Unternehmen in Schwierigkeiten geraten.
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Aktuelle Meldung
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Anstieg der Verbraucherpreise schwächt sich im August ab
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| 03.09.2010, 00:00 Uhr |
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Wiesbaden (ddp) - Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im August abgeschwächt. Gegenüber dem Vorjahr legten sie um 1,0 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf Berechnungen aus sechs Bundesländern mitteilte. Im Vergleich zum Juli nahm der Inflationsdruck ab, der Index stagnierte.
Im Vormonat waren die Verbraucherpreise auf Jahressicht noch um 1,2 Prozent gestiegen, gegenüber dem Vormonat hatte das Plus 0,3 Prozent betragen.
Den Statistikern zufolge wurde die Teuerungsrate im August wie bereits in den Vormonaten maßgeblich von den Heizöl- und Kraftstoffpreisen beeinflusst. Die Jahresveränderungsrate sei im August zusätzlich durch teilweise starke Preissteigerungen bei Obst und Gemüse mitbestimmt worden. Deutliche Preisrückgänge zum Vorjahresmonat seien wie in den vergangenen Monaten bei Gas sowie bei Zentralheizung und Fernwärme zu beobachten gewesen.
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Life & Lifestyle
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02.09.2010, 14:30 Uhr
Rom (wnorg) - Bereits der weltweit größte Krebskongress in den USA hatte durch Impftests in Texas die Hoffnungen auf neue Wege in der Therapie von Hautkrebs geweckt. Nun ziehen italienische Wissenschaftler nach.
Bild: ddp
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Ist Ihre Altersvorsorge ausreichend?
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27.08.2010, 09:30 Uhr
Köln (wnorg) - Für Verbraucher sind derzeit Altersvorsorge-Produkte oft nur schwer durchschaubar. Transparenz heißt deshalb das Zauberwort unter dem die Lebensversicherungswirtschaft zum Strategiemeeting nach Köln eingeladen wird. Denn gleich mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben vielen Altersvorsorge-Produkten Intransparenz bescheinigt. Es fehlt vor allen Dingen an einer standardisierten Vergleichbarkeit von Informationen über Kosten und Renditeerwartungen der angebotenen Produkte.

Bild: ddp
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IWB: Neuer Wachstumsbegriff notwendig
Zülpich (wnorg) -
Wachstum und Nachhaltigkeit müssen sich nicht ausschließen. Aber Mensch und Gesellschaft brauchen mehr als nur den reinen ökonomischen Zuwachs.
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Automarkt Deutschland verliert
Frankfurt am Main (wnorg) -
Weltweit zieht der Automarkt wieder spürbar an. Europa aber hinkt deutlich hinterher. Auch der Absatz im deutschen Inland schwächelt im Vergleich zu Märkten in Asien und Amerika.
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| Bild: ddp |
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Konjunktur:
Gefahr aus dem Ausland
30.08.2010, 10:00 Uhr
Frankfurt (wnorg) -
Die deutsche Wirtschaft ist in Fahrt wie lange nicht mehr. Der Export treibt das Wachstum an. Aber es gibt erste Anzeichen aus dem Ausland, dass dieser Trend bald brechen könnte.
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| Bild: Stefan Rajewski / fotolia.com |
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Fachkräfte:
Keine Leute mehr da
29.08.2010, 09:00 Uhr
Bielefeld (wnorg) -
"Keiner mehr da", dieses Alptraumszenario wird zunehmend Realität bei der Suche von Firmen nach qualifiziertem Fachpersonal.
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| Bild: ddp |
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Rente mit 67:
Kein Tabuthema
23.08.2010, 12:30 Uhr
Essen / Frankfurt-Oder (wnorg) -
Für viele Architekten, Anwälte, selbstständige Handwerker und kleine Mittelständler stellt sich die Frage selten. Die Zahl 67 ist da oft nicht mehr als nur eine Wegmarkierung.
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