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Gefahr für Kreditzinsen?
Bild: ddp  

Staatsverschuldung:
Gefahr für Kreditzinsen?

02.02.2010, 15:00 Uhr
Frankfurt/Main (wnorg) -

Starker Anstieg möglich
EZB besorgt

Bild: ddp    

Die Europäische Zentralbank ist wegen der europaweit wachsenden Staatsverschuldung und deren möglichen Auswirkung auf die Kreditzinsen besorgt. Der Zusammenhang zwischen ständig steigender Staatsverschuldung in Europa und steigenden Zinsen liegt auf der Hand.

Auch hier greift das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Je mehr Staaten in Europa und weltweit nach Finanzierungsmitteln zur Deckung ihrer Staatsdefizite suchen, umso mehr wächst der Konkurrenzkampf um die Geldgeber. Ergebnis: Die langfristigen Zinsen steigen immer weiter, mit zusätzlich negativen Auswirkungen auf private Kreditnehmer und Unternehmen.

Schuldenexplosion heizt Kreditzinsen an
 
Die welt- und europaweit explodierende Staatsverschuldung heizt den Markt für langfristige Finanzierungsmittel zusätzlich an. Insbesondere Zinsen für langfristige Mittel können davon in Mitleidenschaft gezogen werden. Sie steigen für alle Kreditgeber.

Aber da private Unternehmen oder auch private Immobilienfinanzierer häufig nicht über die gleiche Bonität wie staatliche Kreditnehmer verfügen, müssen sie mit noch erheblich höheren Zinsen (Zinsaufschlägen) rechnen. Dieser Trend könnte sich bald weiter verstärken. Auch die Europäische Zentralbank sieht wegen der wachsenden Staatsverschuldung Gefahren insbesondere für den langfristigen Kreditmarkt.

EZB befürchtet Kreditverteuerung

Dazu äußerte sich das Direktoriumsmitglied der EZB Jürgen Stark in Frankfurt am Main. Stark zeigte sich "ernstlich besorgt" über den prognostizierten Anstieg der Staatsdefizite und der Verschuldung der Länder im Euroraum. Zwar hätten haushaltspolitische Maßnahmen zu einer Stabilisierung der Konjunktur beigetragen, doch "ohne eine fiskalpolitische Wende sind wir bei der Staatsverschuldung im Euroraum bald bei 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und mehr", sagte er.

Dies würde dem Vertrauen der Öffentlichkeit in die Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen schaden. "Dadurch würden die langfristigen Zinsen weiter steigen und die Folgeschäden der aktuellen Krise verstärkt", sagte das EZB-Direktoriumsmitglied.

(mit Material von ddp)

 
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Aktuelle Meldung


Anstieg der Verbraucherpreise schwächt sich im August ab
03.09.2010, 00:00 Uhr
 
Wiesbaden (ddp) - Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im August abgeschwächt. Gegenüber dem Vorjahr legten sie um 1,0 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf Berechnungen aus sechs Bundesländern mitteilte. Im Vergleich zum Juli nahm der Inflationsdruck ab, der Index stagnierte.

Im Vormonat waren die Verbraucherpreise auf Jahressicht noch um 1,2 Prozent gestiegen, gegenüber dem Vormonat hatte das Plus 0,3 Prozent betragen.

Den Statistikern zufolge wurde die Teuerungsrate im August wie bereits in den Vormonaten maßgeblich von den Heizöl- und Kraftstoffpreisen beeinflusst. Die Jahresveränderungsrate sei im August zusätzlich durch teilweise starke Preissteigerungen bei Obst und Gemüse mitbestimmt worden. Deutliche Preisrückgänge zum Vorjahresmonat seien wie in den vergangenen Monaten bei Gas sowie bei Zentralheizung und Fernwärme zu beobachten gewesen.

 
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