09. März 2010 Startseite| Fotostrecke| Umfrage
wirtschaftsnachrichten.org
Sondermeldung "Gesundheitskosten"

Gesundheitskosten steigen dramatisch

Krankenhauskosten: Rund 3.600 Euro pro Fall
Arzneimittel kosten fast 6 Prozent mehr
Verbraucherzentralen wollen Kurswechsel

08.02.2010, 15:00 Uhr
Bild: ddp

Berlin (wnorg) - Nahezu täglich werden Verbraucher mit Ankündigungen von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen konfrontiert. Auch Krankenkassenbeiträge werden jetzt wieder ansteigen. Die Verbraucherzentralen schlagen Alarm, fordern einen Kurswechsel und legen deutliche Zahlen auf den Tisch.
 
Verbraucherzentralen fordern Kostendämpfung

"Anstatt Millionenbeträge in die Administration von Zusatzbeiträgen zu lenken, muss die Bundesregierung endlich eine Strategie zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen vorlegen", fordert vzbv-Vorstand Gerd Billen. Vor allem Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler sei gefordert darzulegen, wie er einen weiteren Anstieg der Gesundheitskosten verhindern will.

Hohe Verwaltungskosten

Jährlich steigende Arzneimittelausgaben, deutliche Zuschläge bei der Vergütung von Ärzten und Krankenhäusern und fehlender Wettbewerb im System führen zu immer höheren Kosten für Verbraucher. "Die Qualität der Versorgung wird dadurch nicht automatisch besser", sagt Billen. Er kritisiert vor allem den hohen Verwaltungsaufwand.

Verwaltungskosten „fressen“ Kopfpauschale

Für die Erhebung der "kleinen Kopfpauschale" müssten individuelle Konten für jedes Mitglied eingerichtet und diese schriftlich zur Zahlung aufgefordert werden. Der Zusatzbeitrag werde nicht vom Arbeitgeber, sondern von jedem Versicherten einzeln überwiesen. "Von dem erhobenen Zusatzbeitrag verschwindet der Großteil in der Administration. Bürokratieabbau sieht anders aus", so Billen.

Mehr Kosten-Effizienz?

Anstatt Zusatzbeiträge zu erheben, solle die Bundesregierung die Krankenkassen als Sachwalter ihrer Versicherten in die Lage versetzen, hochwertige und effiziente Versorgungspakete zu schnüren. Um die Kosten ohne Einbußen in der Versorgungsqualität zu bändigen, müssten die Effizienzreserven im Gesundheitswesen gehoben werden. Hier müsse die Bundesregierung ansetzen, so die Verbraucherzentralen und schieben entsprechende Zahlen nach:

Verwaltungskosten der Kassen
 
Nach Berechnungen der Krankenkassen dürfte der Verwaltungsaufwand für die Einrichtung und Verwaltung der individuellen Beitragskonten bei circa 0,5 bis 1 Milliarde Euro liegen.

Arzneimittelkosten gestiegen

Nach Angaben des AOK-Bundesverbandes sind von Januar bis November 2009 die Ausgaben für Arzneimittel (ohne Impfstoffe) im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um 5,8 Prozent gestiegen.

Krankenhausbehandlung: 3.600 Euro

Jeder Krankenhausfall kostete 2008 (1991) durchschnittlich 3.610 (2.567) Euro. Nach einer Prognose des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der Krankenhausfälle in Deutschland bis 2020 um durchschnittlich neun Prozent gegenüber 2005 ansteigen.

Integrierte Versorgung: 2,2 Milliarden mehr

Laut Bericht der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung meldeten die Krankenkassen von 2004 bis 2008 insgesamt nur 2,2 Milliarden Euro als Ausgaben für die integrierte Versorgung. Das sind gerade einmal 0,3 Prozent der Gesamtausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung in dieser Zeit.

 
Schlagzeilen
Aktuelle Meldung

Bundesnetzagentur genehmigt Porto
für zuzustellenden Online-Brief

09.03.2010, 20:00 Uhr
Bonn (ddp) - Die von der Deutschen Post beantragten Entgelte für die Beförderungs- und Zustellleistung für den "hybriden Onlinebrief" sind von der Bundesnetzagantur genehmigt worden. Das zur Genehmigung vorgelegte Entgelt betrage 0,46 Euro für den Standardbrief, teilte die Bonner Behörde mit.

Die Post will den Angaben zufolge über ihr Onlineportal den Brief des Kunden annehmen, ausdrucken, kuvertieren sowie frankieren und zustellen. Grund für die Ersparnis von neun Cent gegenüber dem normalen Standardbrief seien regelmäßig hohe Sendungsmengen.

Laut dem Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, wird der elektronische Briefversand "die schriftliche Kommunikation grundlegend verändern". Seiner Ansicht nach liege in diesem Bereich "viel Potenzial für innovative Produkte".

Wie die Behörde weiter mitteilte, wird es beim Onlinebrief der Post zwei Varianten geben. Bei der ersten Variante erfolgten alle Schritte von der Einlieferung bis zur Zustellung auf elektronischem Weg. Der sogenannte hybride Onlinebrief werde dagegen über die Zusteller zum Empfänger befördert.

Die Post wolle nun den "hybriden Onlinebrief" zunächst als Betriebsversuch mit Geschäfts- und Privatkunden testen. Im Spätsommer soll die Leistung dann allen Verbrauchern angeboten werden.
 
Life & Lifestyle
Panik oder Abgestumpftheit
Immer neue Gefahrenmeldungen:
Der Mensch in Alarmbereitschaft

10.03.2010, 08:00 Uhr
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Bild: ddp

Cottbus (wnorg / ots) - Hochwasser, Schneechaos, Schweinegrippe, Wirtschaftskrise und andere Bedrohungen brechen täglich in das Bewusstsein des modernen Menschen ein. Die Schockwellen neuer Hiobsbotschaften lösen bei den wehrlosen Empfängern sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Es gibt die Abwiegler ebenso häufig wie die Panikverbreiter. Insgesamt aber leiden immer mehr Zeitgenossen an einer spürbaren Abgestumpftheit gegenüber der täglich neuen Horrormeldungen aus den Medien. Viele vertrauen auf die Segnungen der technologisierten Welt mit rechtzeitigen Vorhersagen und Warnungen vor bevorstehenden Katastrophen. Aber kann man wirklich alles vorhersagen?
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09.03.2010, 13:00 Uhr

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Karlsruhe (wnorg) - Die Zahlen sind beängstigend. Wie aktuell bekannt wurde, hat der im Hypothekengeschäft tätige US-Finanzierungsriese Fanny Mae auch im vergangenen Jahr enorme Verluste erlitten. Experten befürchten, dass auch 2010 ein Jahr der Verluste werden könnte. Medienberichten zufolge könnten nun als Folge erneut zusätzliche staatliche Hilfen in Milliardenhöhe notwendig werden.
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Idiotentest: Einheitliche Regeln?

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