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Wer surft im Netz?
Bild: ddp  

Internetsurfen:
Männer liegen vorn

23.02.2010, 16:00 Uhr
Dresden (wnorg) -

Wollen User für Apps bezahlen?
Wieviele surfen mobil? Neue Zahlen
geben Auskunft

Bild: ddp    

Männer surfen weit mehr im Web als Frauen. Auch mobiles Surfen nimmt zu. Aber was ist mit den Apps? Sind die User wirklich bereit, für die Zusatzdienste zu bezahlen? Eine aktuelle Studie gibt Antworten.

Männer surfen häufiger mobil im Internet als Frauen

Einer Studie zufolge surfen Männer deutlich häufiger mobil mit dem Handy im Internet als Frauen. Wie eine repräsentative Umfrage der TU Dresden vom Sommer 2009 unter mehr als 2.000 Menschen ergab, nutzen das mobile Internet jedoch bisher nur 9,3 Prozent aller Handybesitzer. Der Anteil derer, die den Zugang zum Internet über das Handy regelmäßig oder zumindest häufiger nutzen, liege mit 2,5 Prozent noch niedriger.

Größere Technikbegeisterung?

Über fast alle Altersgruppen hinweg surften etwa doppelt so viele Männer wie Frauen im mobilen Internet. "Dies ist einerseits auf die wahrscheinlich stärkere dienstliche Nutzung und andererseits auf die größere Technikbegeisterung der Männer zurückzuführen", sagte die Leiterin der Studie, Ulrike Stopka.

Ein Viertel surft mobil

Etwas mehr als ein Viertel aller mobilen Internetsurfer laden und nutzen Programme aus dem mobilen Internet, hieß es weiter. Auf alle Mobilfunkbesitzer bezogen bedeute dies, dass nur jeder 40. Mobilfunkkunde gegenwärtig Programme aus dem mobilen Internet herunterlädt und nutzt. Es handele sich daher noch immer um einen Nischenmarkt, der aber in den nächsten zwei Jahren extrem wachsen werde. Generell werde der Anteil der mobilen Internetnutzung in den nächsten zwei Jahren durch neue Endgeräte und Tarife deutlich steigen.

Apps ein Nischenmarkt

Etwas mehr als ein Viertel aller mobilen Internetsurfer laden und nutzen Programme aus dem mobilen Internet, sogenannte Apps (mobile Applikationen), auf das Handy. 20 Prozent tun dies gelegentlich und sechs Prozent regelmäßig. Auf alle Mobilfunkbesitzer bezogen bedeutet dies, dass nur jeder 40. Mobilfunkkunde gegenwärtig Programme aus dem mobilen Internet herunterlädt und nutzt. Es handelt sich daher noch immer um einen Nischenmarkt, so die Forscher, der aber in den nächsten zwei Jahren extrem wachsen wird.

App-Nutzung altersabhängig

Bei der differenzierten Betrachtung der Geschlechtergruppen fällt auf, dass der Anteil der Männer, die Apps laden und nutzen um ca. 50 Prozent höher liegt als der der Frauen. Besonders deutlich kommt bei diesen Anwendungen der Generationenunterschied zum Tragen. Bei den Über-60-Jährigen spielt die Nutzung von Applikationen auf dem Mobiltelefon bisher keine Rolle, während knapp zwei Drittel der männlichen Jugendlichen (bis 18 Jahre) diese gelegentlich bzw. häufig nutzen.

Bezahlen für Apps?

Für mit hohem persönlichen Mehrwert verbundene Dienste besteht laut der TUD-Untersuchung bei der knappen Hälfte der potenziellen Nutzer relevante Zahlungsbereitschaft. Voraussetzung für erfolgreiche Angebote ist jedoch eine einfache Zugänglichkeit und intuitive Bedienbarkeit durch den Nutzer. "Zum Durchbruch auf dem Massenmarkt bedarf es jedoch von Seiten der Mobilfunkanbieter transparenter Preismodelle", so René Pessier.

 
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