09. September 2010 Startseite| Fotostrecke| Umfrage
wirtschaftsnachrichten.org
Top-Thema "Konsumprognose"
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Konsumprognose

Nürnberg (wnorg) -
Verbraucher:
Wie reagieren sie 2010?
Welche Branchen profitieren?
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Erstaunlich ist es nicht! Die Verbraucher beginnen ihr Konsumverhalten zu ändern. Dies werden 2010 sowohl einige Branchen zu spüren bekommen als auch bestimmte Anbieter von Produkten und Dienstleistungen. "Abzocke" ist out. "Werteorientierung" auch im Verkauf werden 2010 immer mehr Konsumenten von Anbietern erwarten. Die wnorg-Redaktion hat die wichtigsten Prognosen für das erwartete Konsumverhalten 2010 zusammengestellt.

Konsum: 2009 stabil

Ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland spürte im vergangenen Jahr durch die Finanz- und Wirtschaftskrise noch keine negativen Auswirkungen auf die persönlichen Lebensumstände. Wie von der GfK prognostiziert, hat der private Konsum mit einer Steigerung von 0,4 Prozent die Wirtschaftsentwicklung im letzten Jahr gestützt. Die Entwicklung des privaten Konsums im Jahr 2009 und eine Prognose für 2010 standen im Fokus der in Nürnberg veranstalteten Pressekonferenz der GfK Gruppe.

Inflation noch niedrig

Der private Konsum wurde 2009 zudem durch eine historisch niedrige Inflationsrate von 0,4 Prozent gestützt. Sinkende Preise insbesondere bei Mineralölprodukten und Lebensmitteln förderten die Kaufkraft der Konsumenten. Entsprechend stieg die im Rahmen der GfK-Konsumklimastudie erhobene Anschaffungsneigung von Januar bis September 2009 deutlich an.

Deutsche 2009 noch optimistisch

Im europäischen Vergleich zeigte sich der deutsche Konsument dabei als durchaus optimistisch: Während hierzulande im Jahresdurchschnitt 2009 die Anschaffungsneigung einen Wert von +21 Indikatorpunkten aufwies, ergab die gleiche Befragung in Italien einen Wert von -26 Punkten, in Großbritannien -40 und in Frankreich sogar -45 Indikatorpunkten. Das Konsumklima in Deutschland musste erst im Spätherbst 2009 einen Dämpfer hinnehmen.  

Krisenfeste Haushalte

Immerhin rund 46 Prozent der deutschen Haushalte sind als krisenresistent einzustufen, ein Prozentpunkt weniger als noch im Vorjahr. Der Konsum dieser Haushalte litt bisher durch die Krise nicht und wird bisher durch günstige Angebote eher noch gefördert. Gleichzeitig steigen in dieser Verbrauchergruppe die Erwartungen an Produktqualität und Hersteller. Nachhaltigkeit, fairer Handel und die soziale Verantwortung der Unternehmen beeinflussen die Kaufentscheidungen der krisenresistenten Haushalte immer stärker.

Krisengefährdete Haushalte

Eine gleichgroße Zahl an Haushalten ist nach GfK-Schätzung im Jahr 2010 krisengefährdet. Im letzten Jahr waren rund 23 Prozent der deutschen Haushalte direkt von Arbeitslosigkeit betroffen oder hatten konkrete Angst davor, arbeitslos zu werden. Für das Jahr 2010 erwartet die GfK einen Anstieg dieser krisenbetroffenen Haushalte auf rund 27 Prozent.

"Vorsichtssparen" und Sonderangebote

Drohende Arbeitslosigkeit lässt die Verbraucher aber nicht nur weniger ausgeben, sie legen auch mehr Geld für schlechte Zeiten zurück. Dieses "Vorsichtssparen" beeinträchtigt den Konsum zusätzlich. "Bei den Gütern des täglichen Bedarfs reduzieren die betroffenen Haushalte ihren Konsum um rund 10 Prozent", erläutert Rolf Bürkl, Konsumexperte der GfK Marktforschung. Diese Haushalte versuchen zwar, ihre Einkaufsvorlieben bei zu behalten, nutzen aber  verstärkt Sonderangebote.

Branchen: Gewinner und Verlierer 

Die Einschränkungen beim privaten Konsum spürte im letzten Jahr die Gastronomie am deutlichsten. Der Außer-Haus-Konsum sank laut GfK-Schätzung wertmäßig um rund 8 Prozent. Die Krise veranlasste die Verbraucher dazu, ihre Aktivitäten stärker auf die eigenen vier Wände zu konzentrieren. Hiervon profitierte der Lebensmitteleinzelhandel, der zwar einen Umsatzrückgang von rund 1 Prozent hinnehmen musste, dies aber hauptsächlich durch Preissenkungen selbst bedingte.

Homing: Krisentrend bei Verbrauchern

Die stärkere Fokussierung auf das eigene Zuhause, das sogenannten "Homing", zeigte sich besonders deutlich bei Baumärkten. Ihr Umsatz stieg im letzten Jahr um 2 Prozent.

Auch die Unterhaltungselektronikbranche profitierte und hielt ihren Umsatz auf Vorjahresniveau. Diese Branche könnte im Vorfeld der Olympischen Spiele und der Fußballweltmeisterschaft zusätzlich profitieren. Der Trend zum Homing wird sich auch im Jahr 2010 auf den Konsum auswirken. Beim Außer-Haus-Konsum erwartet die GfK dagegen einen weiteren Rückgang, im Lebensmitteleinzelhandel allerdings einen Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau.

Mehr Werteorientierung

Gleichzeitig steigen in der Gruppe der sogenannten krisenfesten Haushalte die Erwartungen dieser Verbrauchergruppe an Produktqualität und Hersteller. Nachhaltigkeit, fairer Handel und die soziale Verantwortung der Unternehmen beeinflussen die Kaufentscheidungen der krisenresistenten Haushalte immer stärker.

Neben den monetären Effekten veränderte die Finanz- und Wirtschaftskrise auch die allgemeine Werteorientierung der Verbraucher. Gerade im Bereich der Finanzdienstleistungen hatte sich blindes Vertrauen als falsch erwiesen. Als Konsequenz sind die Konsumenten vorsichtiger geworden; Vertrauensvorschuss geben sie nun seltener.

Prognosen 2010

Zu Beginn des Jahres 2010 gehen die Verbraucher in Deutschland davon aus, dass sich der Erholungsprozess der Wirtschaft weiter fortsetzt, allerdings mit abgeschwächter Dynamik. Diese Beurteilung deckt sich mit den Prognosen der führenden Wirtschaftsinstitute. Konsumenten und Experten rechnen im laufenden Jahr allerdings mit einer Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt. Dies wird das Verbraucherverhalten wie beschrieben beeinflussen.

Zweite Jahreshälfte: Konsumrückgang?

"Die GfK erwartet im Jahr 2010 eine Stagnation beim Konsum der Privathaushalte, aber keinen Rückgang", so das Fazit von Professor Klaus L. Wübbenhorst, Vorstandsvorsitzender der GfK Gruppe. Eventuelle Einschränkungen beim Konsum werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte zum Tragen kommen.

Steigende Preise

Auch die Preisentwicklung für das Gesamtjahr wird weniger optimistisch beurteilt, obwohl die Rabattaktionen des Handels zu Jahresbeginn für eine steigende Anschaffungsneigung sorgten. Gleichzeitig drohen aber eine etwas höhere Inflation und diverse Mehrbelastungen durch Krankenkassenzusatzbeiträge und steigende kommunale Gebühren in 2010.

 
Schlagzeilen
Aktuelle Meldung


Einzelhandel rechnet mit Trendwende
09.09.2010, 20:00 Uhr
 
Düsseldorf (ddp) - Der Handelsverband Deutschland (HDE) setzt auf einen Konsumanstieg in diesem Jahr. "Wir verzeichnen gute Signale für den Konsum", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Düsseldorfer "Wirtschaftswoche" laut Vorabbericht. Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt sei im Handel deutlich spürbar. "Deshalb rechnen wir für 2010 mit einem Umsatz mindestens auf Vorjahresniveau. Das ist mehr, als wir Anfang des Jahrs erwartet haben", erläuterte Genth.

Im Oktober will der Verband seine Prognose noch einmal überprüfen und voraussichtlich nach oben korrigieren. "Ein Umsatzplus von einem Prozent ist 2010 möglich", sagte Genth. Die Menschen würden wieder mehr Geld für sich ausgeben. "Bei Textilien verzeichnen wir daher ein Umsatzplus von rund sechs Prozent", ergänzte der HDE-Chef. Auch Möbel und Elektronikartikel, insbesondere Fernseher, verkauften sich gut.

Nachdem sich längere Öffnungszeiten durchgesetzt hätten, erhofft sich Genth weitere positive Signale vom Geschäft an Sonntagen: "Jetzt sind die Bundesländer gefordert, mehr verkaufsoffene Sonntage zuzulassen", sagte er.

 
Life & Lifestyle
    04.09.2010, 07:00 Uhr
Hamm / Wien (wnorg) - Immer öfter online sein in einer virtuellen Welt: Das kann süchtig machen und Realitätsverlust bedeuten. Es kann sogar zur Depression führen. Experten schhlagen jetzt Alarm, weil bereits Jugendliche immer häufiger durch Internetsucht von Depression bedroht sind.
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    27.08.2010, 09:30 Uhr
Köln (wnorg) - Für Verbraucher sind derzeit Altersvorsorge-Produkte oft nur schwer durchschaubar. Transparenz heißt deshalb das Zauberwort unter dem die Lebensversicherungswirtschaft zum Strategiemeeting nach Köln eingeladen wird. Denn gleich mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben vielen Altersvorsorge-Produkten Intransparenz bescheinigt. Es fehlt vor allen Dingen an einer standardisierten Vergleichbarkeit von Informationen über Kosten und Renditeerwartungen der angebotenen Produkte.
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IWB: Neuer Wachstumsbegriff notwendig

Zülpich (wnorg) -
Wachstum und Nachhaltigkeit müssen sich nicht ausschließen. Aber Mensch und Gesellschaft brauchen mehr als nur den reinen ökonomischen Zuwachs.

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Automarkt Deutschland verliert

Frankfurt am Main (wnorg) -
Weltweit zieht der Automarkt wieder spürbar an. Europa aber hinkt deutlich hinterher. Auch der Absatz im deutschen Inland schwächelt im Vergleich zu Märkten in Asien und Amerika.

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Kommentare
 
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Karstadt: Sanierung
ist kein Sponsoring

09.09.2010, 17:00 Uhr
Berlin (wnorg) -
Was Nicolas Berggruen für die Mitarbeiter von Karstadt geleistet hat, verdient Anerkennung. Dennoch wäre es falsch, in Berggruen einen Sponsor zu vermuten.

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Schalke braucht das Geld der Fans

05.09.2010, 07:00 Uhr
Gelsenkirchen (wnorg) -
Das System ist simpel. Wenn die Not am größten ist, können nur noch wahre Freunde helfen.

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Konjunktur:
Gefahr aus dem Ausland

30.08.2010, 10:00 Uhr
Frankfurt (wnorg) -
Die deutsche Wirtschaft ist in Fahrt wie lange nicht mehr. Der Export treibt das Wachstum an. Aber es gibt erste Anzeichen aus dem Ausland, dass dieser Trend bald brechen könnte.

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