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Immobilienpreise in China
Bild: ddp  

China schützt Immobilienmarkt gegen Überhitzung

25.06.2012, 12:00 Uhr
Hongkong (wnorg) -
Nachdem die Preise für Immobilien in China jahrelang anstiegen, gelten seit 2010 restriktive Regulierungen
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Premierminister Wen Jiabao
Bild: dapd
   


Diese sollen eine Überhitzung des Immobilienmarktes verhindern. Nun gab Chinas Premierminister Wen Jiabao bekannt, dass eine Lockerung der Vorschriften vorerst auch nicht zu erwarten ist.

Die seit drei Jahren geltenden staatlichen Vorschriften sollen weiterbestehen und dazu dienen „die Wohnungspreise auf ein vernünftiges Niveau zu senken“, so der Regierungs-Chef auf einer Pressekonferenz. Bei einer planlosen Entwicklung des Immobilienmarktes sei nach wie vor eine Wirtschaftsblase zu befürchten. Sollte diese platzen, würde dies die gesamte Wirtschaft beeinträchtigen, so Wen weiter.

Im Zuge der restriktiven Vorschriften wurden Hypotheken verteuert, der Kauf von Zweitwohnungen eingeschränkt, die Eigenmittelquoten angehoben und in manchen Städten Grundsteuern eingeführt. Und das mit Erfolg, denn die Wohnungspreise in China fallen seitdem. Laut Angaben des Makler- und Marktforschungsunternehmens Sou Fang (Soufan) lag der mittlere Quadratmeterpreis in den zehn wichtigsten Städten des Landes im März dieses Jahres 2 Prozent unter dem Vergleichswert vom März 2011.

Auf den Immobiliensektor entfallen rund 13 Prozent der Wirtschaftsleistung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Mit den genannten Maßnahmen scheint die Regierung in der Tat einstweilen eine Überhitzung dieses Marktes verhindert zu haben. Abseits dieser Branche jedoch entspannte die Regierung aktuell die Kreditvergabe, um die Schäden der schwachen Exportnachfrage aufzufangen und die Konjunktur zu stärken.

Trotz der Furcht vor einer platzenden Blase blieben die Hausverkäufe in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 stabil, zu Beginn des neuen Jahres brachen sie hingegen um ein Viertel ein. Kaufinteressenten warten ab, da sich der Preisverfall momentan jeden Monat beschleunigt. Das könne klug sein, so He Tian, Chefanalyst der zu Sou Fang gehörenden China Index Academy: „Die Preise werden möglicherweise weiter nachgeben.“

Michael Spencer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank für Asien, hält eine Stabilisierung der Preise für vollkommen ausreichend, um mehr Leuten Wohneigentum zu ermöglichen. Grund dafür sind die realen Einkommenszuwächse von 10 bis 15 Prozent im Jahr. Eine Zurückhaltung der Käufer berge hingegen eine Gefahr für die Volkswirtschaft, in Richtung einer Abwärtsspirale.


 
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Wirtschaftsnachrichten:
Studie: Reallöhne sind niedriger
als im Jahr 2000
22.05.2013, 19:00 Uhr
 
Düsseldorf (dapd) - Die realen Einkommen der Arbeitnehmer in Deutschland sind im vergangenen Jahrzehnt gesunken. Der durchschnittliche Bruttolohn sei 2012 inflationsbereinigt rund 1,8 Prozent niedriger gewesen als im Jahr 2000, berechnete das WSI-Tarifarchiv der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Zwar seien die Löhne in den vergangenen drei Jahren real gestiegen, das Plus habe aber nicht ausgereicht, um die Einbußen im Zuge der Arbeitsmarktreformen von 2005 und der Wirtschaftskrise von 2008/2009 auszugleichen, erläuterte das WSI in Düsseldorf.

Deutlich besser als die allgemeinen Bruttolöhne entwickelten sich dem Institut zufolge die Tarifeinkommen. Diese seien 2012 inflationsbereinigt um 6,9 Prozent höher gewesen als zur Jahrtausendwende.

Die Entwicklung zeige, dass "das Tarifsystem in der vergangenen Dekade mehr denn je das Rückgrat der Lohnentwicklung in Deutschland war", sagte WSI-Tarifexperte Reinhard Bispinck. Da jedoch weniger Unternehmen tarifgebunden seien und mehr Betriebe tarifliche Öffnungsklauseln genutzt hätten, seien die Steigerungen bei den Tariflöhnen nur zum Teil bei den allgemeinen Bruttoverdiensten angekommen
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