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Schlaflos in den USA
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Schlaflos in den USA

12.08.2011, 08:00 Uhr
Washington (wnorg) -
Der Rüstungswettlauf mit den USA machte einst den Staaten des Warschauer Paktes und ihren Volkswirtschaften in Osteuropa schwer zu schaffen.

Bild: dapd    

Jetzt werden die USA von ihrer eigenen Ausgabenpolitik und den damit verbundenen immensen Schulden eingeholt. Und die internationale Finanzwelt fragt sich, wo das schlüssige Konzept bleibt, mit dem die USA aus der Schuldenfalle heraus kommen wollen.

Hierzu kommentiert die Neue Osnabrücker Zeitung: "Die Schuldenkrise erreicht eine neue Dimension. Während sich Europa schon länger vergeblich abmüht, die Probleme mit der Gemeinschaftswährung in den Griff zu bekommen, macht sich Ratlosigkeit nun auch zunehmend in den USA breit. Ein besonders schwaches Bild gab US-Präsident Barack Obama (abends, 7.8.11) während seiner Rede an die Nation ab. Statt sich kämpferisch der Öffentlichkeit zu präsentieren und dem politischen Gegner Druck zu machen, übte er sich im Sprücheklopfen: Egal, was eine Ratingagentur über die Bonität der USA sage - das Land werde einfach immer ein zuverlässiger Schuldner sein.

Solche Sätze mögen Balsam für die wunde US-Volksseele sein, die gerade immerhin die erste Bonitätsherabstufung seit 70 Jahren verkraften musste. Ein schlüssiges Konzept präsentierte Obama aber nicht einmal ansatzweise. Alle Hoffnungen richten sich jetzt auf das Gremium aus Republikanern und Demokraten, das weitere Maßnahmen erarbeiten soll, um den Staatshaushalt zu sanieren. Das wird nicht gelingen, wenn die radikalen Tea-Party-Aktivisten kompromisslos an ihrem Widerstand gegen Steuererhöhungen festhalten. Den USA entgleitet zunehmend die Kontrolle über die Schuldenkrise. Darin gleicht die Entwicklung fatal der in Europa. Kommen die USA aber nicht auf die Füße, wird das den EU-Staaten auch nicht gelingen."
 
"Wie die Märkte auf die Abstufung der amerikanischen Kreditwürdigkeit reagieren, weiß niemand", wie die OZ bereits am 8.8.11 kommentierte: "Mit großer Wahrscheinlichkeit geht es ein Stück weit nach unten und bei allem Schrecken später einmal wieder empor. Das schlechtere Rating ist ein Alarmzeichen, bedeutet aber beileibe nicht das Ende für die Welt von Wirtschaft und Finanzen. Panische Angst ist übertrieben. Langfristig wichtiger ist die politische Symbolkraft des einmaligen Vorgangs. Mit dem Schritt wird aktenkundig, dass sich die Vereinigten Staaten ihre Hegemonialpolitik nicht länger leisten können.

Fast trägt es ironische Züge: Die USA brachten die Sowjetunion unter anderem durch einen sündhaft teuren Rüstungswettlauf zu Fall. Drei Jahrzehnte später werden sie selbst Opfer einer Ausgabenspirale zum Teil auch militärischer Art, deren sie nicht mehr Herr werden. Der britische Historiker Paul Kennedy hat die Lebenszyklen großer Mächte einmal in Aufstieg, Überdehnung, Abstieg und Fall untergliedert. Er untersuchte solche Phasen von den Habsburgern über das britische Kolonialreich bis hin zu den USA. Seinerzeit heiß diskutiert und kritisiert, analysierte Kennedy schon vor Ende des Kalten Krieges, dass die USA sich überdehnt und insofern übernommen hätten. Die Zukunft gehöre China. Heute zeigt sich: Er hatte recht. Der Abstieg der USA ließ sich durch ihre Schuldenpolitik eine Weile bremsen. Aber er hat begonnen."

 
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Bierabsatz stagniert
17.05.2012, 20:00 Uhr
 
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Biermixgetränke erfreuen sich dagegen weiter steigender Beliebtheit. Sie machten im ersten Quartal 2012 mit 0,8 Millionen Hektolitern 3,8 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Das sind 24,3 Prozent mehr als im Auftaktquartal 2011.
 
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