05. Februar 2012 Startseite| Fotostrecke| Umfrage
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Kaufsucht: Auch ein Problem bei Männern
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Kaufsucht: Auch ein Problem bei Männern

Kopenhagen / Friedrichshafen (wnorg) -
Kaufsucht kann den Süchtigen und seine Familie in den Ruin treiben. Experten gehen von einer Dunkelziffer von mehr als einer Million Menschen aus, die im deutschsprachigen Raum als kaufsüchtig bezeichnet werden müssen.


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Auch Männer sind betroffen. Aber was führt Männer in die Kaufsucht?

Haben auch Männer tatsächlich echte Kaufsuchtprobleme? Peter Kenning erläutert in einem pressetext-Interview, worauf diese Erkenntnisse beruhen. Seinen Erkenntnissen folgend ist Kaufsucht kein isoliertes Frauenproblem, sondern betrifft Männer ebenso. Genau das haben die Marketing-Forscher der Zeppelin Universität in Friedrichshafen herausgefunden. Sie wiesen nach, dass kaufsüchtige Männer im Gehirn ebenso reagieren wie Alkohol- oder Nikotinsüchtige. "Männer sind weit häufiger kaufsüchtig als vielfach vermutet wird. Man sollte dieses Suchtverhalten auch bei ihnen nicht belächeln", fordert Studienleiter Peter Kenning. Wir brauchen Handlungsempfehlungen und eine Klärung, ob wir langfristig Marken derart emotional aufladen dürfen, dass Menschen davon süchtig werden", so der Marketing-Experte.

Alle Männer bejahen die Frage, ob sie Marken wie Rolex oder Mercedes attraktiv finden und gerne kaufen würden. "Den Unterschied, der Kaufsucht-Gefährdete kennzeichnet, sieht man erst in der übersteigerten Hirnaktivität. Männer sind ebenso gefährdet, nur reagieren sie auf andere Artikel und mit anderen Emotionen", betont Kenning. Kaufsucht-gefährdete Männer reagieren stark auf Marken, vor allem bei Textilien, Uhren, technischen Accessoires und Gadgets, Sportartikel, Wein, Schuhen und Autos. "Manche haben einen Fuhrpark von 70 Autos, obwohl sie immer nur eines fahren können. Auch hier ist übersteigertes Belohnung im Spiel", so der Forscher.

Rund eine Million Menschen in den deutschsprachigen Ländern sind kaufsüchtig, davon gefährdet ist jeder Zwanzigste. Kaufsüchtige schädigen sich selbst, indem sie über die eigenen Verhältnisse leben. Sichtbar wird dies etwa im impulsiven Kauf nicht leistbarer Artikel und im Horten nicht ausgepackter Ware. Die finanziellen und sozialen Folgen für die Betroffenen und ihre Familien sind meist dramatisch. Bisher weiß man kaum, was sich im Gehirn von Kaufsüchtigen abspielt.


 
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