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wirtschaftsnachrichten.org
Nur wenige Deutsche trinken keinen Alkohol
    13.11.2011, 07:00 Uhr
Wiesbaden / Baiersbrunn (wnorg) - Alkoholische Getränke gehören bei den meisten Deutschen offenbar ganz selbstverständlich zum Leben dazu. Eine aktuelle Umfrage aber auch der Rückblick auf Zahlen der vergangenen Jahre zeigt, welche Bedeutung der Alkohol noch immer im deutschen Lebensalltag hat.
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Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsportals apotheken-umschau.de, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg, bei 2.044 Personen ab 16 Jahren hat die Erkenntnisse aus den letzten Jahren noch weiter verfestigt. Der aktuellen Umfrage zufolge trinken fast alle Deutschen Alkohol, ein Großteil regelmäßig. 89,4 Prozent der Befragten sagen, dass sie grundsätzlich Alkohol konsumieren, von den Arbeitern behaupten das sogar 96,4 Prozent.

Jeder zweite Deutsche (56,2 Prozent) trinkt mindestens einmal pro Woche ein Gläschen, bei den Männern liegt der Anteil deutlich höher (72,6 Prozent). Zwei- bis dreimal pro Woche konsumiert rund jeder vierte Deutsche (23,6 Prozent, Männer: 33,0 Prozent) Alkohol. Jeden Tag schaut nur knapp jeder 23. Befragte (4,4 Prozent) ins Glas - bei den Männern ist dieser Anteil fast doppelt so hoch (8,1 Prozent), ebenso in der Gruppe der 60- bis 69-Jährigen (8,0 Prozent). Auf Frauen hingegen trifft dies nur zu 1,0 Prozent zu. Entsprechend höher ist ihr Anteil unter den Abstinenzlern (12,8 Prozent im Vergleich zu 8,4 % der Männer).

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits für das Jahr 2009 mitteilte wurden in Deutschland 86,1 Millionen Hektoliter Bier konsumiert. Diese Menge schließt auch Biermischungen, aber nicht alkoholfreies Bier und Malztrunk ein. Auch wenn nicht alle Bier trinken – ergab sich bereits 2009 rein rechnerisch daraus ein durchschnittlicher jährlicher Verbrauch von 121,4 Litern Bier je potenziellem Biertrinker (Personen im Alter von 15 Jahren und älter). Diese Menge entspricht exakt einer kleinen Flasche Bier (0,33 Liter) pro Tag. Der Inlandsverbrauch errechnet sich aus dem versteuerten Absatz, in dem auch die importierten ausländischen Biere enthalten sind, zuzüglich Bier, das von Brauereien unentgeltlich als Haustrunk an ihre Angestellten abgegeben wird. Exporte sind im Inlandsverbrauch nicht enthalten.

Aber auch eine andere Zahl aus den vergangenen Jahren lässt in diesem Zusammenhang aufhorchen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden 2006 insgesamt 19.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs ("akute Alkoholintoxikation") stationär im Krankenhaus behandelt. Die größte Gruppe bildeten mit 10.500 Patienten (54%) männliche Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 20 Jahren.

Eine ungute Entwicklung verheißen auch die Zahlen bei Condrobs e.V., heute der größte überkonfessionelle Suchthilfe-Verein in Oberbayern und Schwaben mit mehr als 30 Einrichtungen, und rund 400 MitarbeiterInnen. Danach haben immer mehr Kinder und jugendliche Probleme aufgrund von Alkoholkonsum - 2009 waren es 18 Prozent, 2010 schon 28 Prozent. "Diese Entwicklung trifft für Jugendliche und Erwachsene zu", erklärte Eva Egartner: "Die Betroffenen erreichen wir hauptsächlich über unsere Beratungsstellen und unsere Jugendhilfeeinrichtungen." Die Fachleute gehen darüber hinaus von einer noch wesentlich höheren Dunkelziffer aus.


 
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Biermixgetränke erfreuen sich dagegen weiter steigender Beliebtheit. Sie machten im ersten Quartal 2012 mit 0,8 Millionen Hektolitern 3,8 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Das sind 24,3 Prozent mehr als im Auftaktquartal 2011.
 
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