05. Februar 2012 Startseite| Fotostrecke| Umfrage
wirtschaftsnachrichten.org
Stresstest beruhigt Politiker nicht
Bild: ddp  

Stresstest beruhigt Politiker nicht

30.07.2010, 13:30 Uhr
Berlin (wnorg) -
Alles andere als beruhigt sind Politiker und Experten nach der Bekanntgabe des aktuellen Stresstestes für Banken.
Bild: © Albert Lozano/fotolia.com    

Trotz flächendeckender Entwarnung durch die Ergebnisse dieser neuen Analysen hält die Unsicherheit im politischen Berlin an. Zudem wird sich schon bald die spannende Frage stellen, ob sich auch die führenden Ratingagenturen den Bewertungen dieser Stresstests anschließen werden.

Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Leo Dautzenberg (CDU), begrüßte die Ergebnisse des Banken-Stresstests. Er forderte aber gleichzeitig weitere Restrukturierungsmaßnahmen am deutschen Bankenmarkt. "Auf den Ergebnissen dürfen wir uns keinesfalls ausruhen", sagte Dautzenberg der "Welt am Sonntag". "Jetzt heißt es, den Bankenmarkt in Deutschland dauerhaft zu festigen." Der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler plädierte dafür, beim Stresstest durchgefallene Institute wie die Hypo Real Estate (HRE) notfalls auch abzuwickeln. "Klar muss sein, dass die Rekapitalisierung der durchgefallenen Institute die Aufgabe der Eigentümer ist", sagte Schäffler "Handelsblatt Online". "Sollten diese nicht in der Lage sein, muss eine geordnete Abwicklung dieser Banken stattfinden", fügte er hinzu.

Die Opposition kritisierte den Stresstest als wenig aussagefähig und warnte vor anhaltenden Gefahren für die Banken. "Die deutschen Banken sind und bleiben wacklig", sagte der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Gerhard Schick, der "Frankfurter Rundschau". Insgesamt verfüge die Branche über zu wenig Kapital, um die Risiken abzudecken und erneute Hilfen des Staates in der nächsten Krise auszuschließen. Schick forderte "eine gesetzliche Schuldenbremse für die Banken". Die würde den Spielraum begrenzen, Kredite zu vergeben und Spekulationsgeschäfte zu tätigen.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, hat nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des europäischen Banken-Stresstests vor verfrühtem Optimismus gewarnt. Der Test sei zwar ein Anfang für mehr Transparenz, und die Ergebnisse förderten auch die Debatte um die nötige Stärkung des Eigenkapitals. "Sollte das aber die Politik und die Regulatoren beruhigen, dann bestünde durchaus Anlass zur Beunruhigung", sagte Zimmermann "Handelsblatt Online". "Die Märkte kann das nicht einfach ruhigstellen, denn die nötigen europäischen Finanzmarktreformen sind im Gegensatz zu den USA ja noch nicht einmal zu Ende diskutiert, geschweige denn beschlossen und eingeführt." Der Erlanger Bankprofessor Wolfgang Gerke sagte der "Rheinischen Post", die Tests hätten nur dazu gedient, die Finanzmärkte zu beruhigen. "Was da rauskam, wussten wir doch schon alle vorher", sagte der Experte.
 
(mit Material von ddp)


 
Schlagzeilen
Aktuelle Meldung
 
Kredithürde im Januar
wieder gesunken
05.02.2012, 00:00 Uhr
 
München (dapd) - Die meisten deutschen Firmen haben sich nach eigener Einschätzung im Januar etwas leichter Geld leihen können als zuvor. Nach einem Anstieg im Dezember sank die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft im Januar leicht, wie das Münchner Ifo-Institut mitteilte.

Der Anteil der Unternehmen, die die Kreditvergabe als restriktiv bewerteten, habe im Vergleich zum Dezember um 0,3 Punkte auf 22,8 Prozent abgenommen. "Weiterhin profitiert die deutsche Wirtschaft von sehr günstigen Finanzierungsbedingungen", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.
 
Life & Lifestyle
    02.02.2012, 16:00 Uhr
Baierbrunn (wnorg) - Der Fachbegriff Diabetes mellitus kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "honigsüßer Durchfluss". Diabetespatienten scheiden Glukose über den Urin aus und haben eine verminderte Ausbildung des körpereigenen Hormons Insulin. Dadurch ist der Blutzuckerspiegel zu hoch und viele Betroffene müssen mehrfach täglich Insulin spritzen.
Bild
Bild: Michael Horn / pixelio.de
Umfrage

Ist Ihre Altersvorsorge ausreichend?

Meine Planung ist umfassend und ohne Lücken
Aus heutiger Sicht könnte es gerade reichen
Ich weiß, dass ich noch etwas tun muss
Es gibt noch große Lücken
Ich habe das noch nicht genau geprüft
 
Top-Themen
 
    31.01.2012, 12:00 Uhr
Düsseldorf (wnorg) - Die europäische Stahlindustrie ist wieder auf dem Wachstumspfad. Für 2012 erwarten die internationalen Stahlmärkte einen Zuwachs der Stahlproduktion von 1,6 Milliarden Tonnen.
Bild
Bild: dapd
Bild: ddp  

Getränkekartons sind umweltfreundlich

Berlin (wnorg) -
Der 1915 patentierte Getränkekarton ist eine Einwegverpackung aus Verbundstoffen für flüssige Nahrungsmittel.
Bild: Andreas Morlok / pixelio.de
   
Bild: ddp  

Bargeldloses Zahlen weiter auf dem Vormarsch

Frankfurt am Main (wnorg) -
Das Zahlen größerer Beträge mit Karte ist für viele Verbraucher bereits Normalität.
Bild: dapd    
Kommentare
 
Bild: ddp  

Deutschland auf Kurs bringen

Osnabrück (wnorg) -
Die geringe prognostizierte Wachstumsrate für das nächste Jahr gibt Anlass zur Sorge.

Bild: Albrecht E. Arnold / pixelio.de    
Bild: ddp  

Auch Deutschland
nur noch auf Pump

Regensburg (wnorg) -
Die Wirtschaftsweisen sagen ein Wachstum von nur noch 0,9 Prozent für das Jahr 2012 voraus. Deutschlands Schuldenberge türmen sich auf.

Bild: dapd    
Bild: ddp  

Die dunkle Seite des Verbots von Glühbirnen

Heidelberg (wnorg) -
Vielen Verbrauchern geht in diesen Tagen ein Licht auf. Und die Wut ist groß.

Bild: dapd