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Steinbrück: Kein Ende der Krise
Bild: ddp  

Steinbrück sieht kein Ende der Krise

05.08.2010, 15:00 Uhr
Hamburg (wnorg) -
Drastischer Anstieg von Rohstoffpreisen und eine Überhitzung der asiatischen Märkte könnten schon bald zu einer Rückkehr der Wirtschaftskrise führen.
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Dass die Krise noch nicht zu Ende ist, davon ist auch der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück überzeugt. Und er sagt auch ganz klar, was gefährlich werden könnte.

Steinbrück: "Es mehren sich Indikatoren, dass ein vorsichtiger Aufstieg noch einmal unterbrochen werden wird. Ich sehe mit Skepsis die Überhitzungen auf einigen asiatischen Märkten. Ich sehe mit großer Skepsis die Entwicklung von Rohstoffpreisen. Und ich glaube, dass wir auch in Europa nicht aus den Problemen herauswachsen. Das Wachstum wird uns nicht vor einigen Maßnahmen retten, die auch noch einmal konjunkturdämpfend wirken werden." Mit diesem Zitat in der NDR-Dokumentation "Steinbrücks Blick in den Abgrund - Macht und Ohnmacht eines Krisenmanagers" warnt Steinbrück gleichzeitig vor zu viel Aufschwungeuphorie.

Die Wirtschaftskrise in Deutschland sei noch lange nicht zu Ende, so Steinbrück: "Der Tiefpunkt wird innerhalb der nächsten zwei Jahre erreicht sein. Ich halte die bestehenden Risiken für so groß, dass ich uns noch nicht auf dem aufsteigenden Ast sehe." Den positiven Signalen aus der Wirtschaft misstraut Steinbrück: "Wir werden zwar einen Aufstieg erleben. Aber dann wird es noch einmal einen Einbruch geben!" Die politische Klasse sei mit der aktuellen Situation überfordert: "Die Märkte steuern im Augenblick die Politik. Die Politik trabt den Entwicklungen hinterher." Grund für seine eher düstere Prognose sind "die Überhitzungen auf einigen asiatischen Märkten, auch die Entwicklung von Rohstoffpreisen."

Auch die wirtschaftliche Zukunft Europas sieht er durchaus skeptisch. Steinbrück: "Ich bin sehr besorgt über die Entwicklung Europas. Ich glaube, dass wir mit den bisherigen Maßnahmen und Rettungspaketen noch nicht ein Licht des Tunnels sehen. Europa gerät an die Peripherie des Weltgeschehens und schwächt sich selber. Und das bereitet erhebliche Sorgen."

 
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