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Finanzspritzen der EZB wirken diffus
Bild: ddp  

Finanzspritzen der EZB
wirken diffus

23.03.2012, 10:00 Uhr
Frankfurt (wnorg) -
Die EZB rückt im Kampf gegen die
Finanzkrise zunehmend ins Zentrum
der Rettungsstrategie von Europäischer Union und IWF.

Bild: dapd
   

Während vor allem von deutscher Seite auf die Unabhängigkeit der EZB gepocht wird, sehen internationale Finanzexperten die Notenbank in Zugzwang, gegen die Panik auf den Märkten ein Zeichen zu setzen und weitere Anleihen der Krisenstaaten aufzukaufen. Die vergangenen Monate zeigten die EZB vor allem in der Rolle des Geldgebers: Mit Milliardenkrediten an die Banken soll der europäische Finanzmarkt vor dem Kollaps gerettet werden und die Liquidität im Kreditmarkt abgesichert werden.

Im Dezember vergangenen Jahres hat die EZB rund 490 Milliarden Euro an die Banken überwiesen. Die Hoffnung der Euro-Retter, dass die Banken mit dem Geld die Realwirtschaft in den Krisenstaaten ankurbeln würde, hat sich nach Ansicht von Finanzexperten nicht erfüllt. Stattdessen horten die Banken die Milliarden bei der EZB.

Einige Wirtschaftsexperten sehen in dem Vorgehen der EZB den Versuch, die Banken in die aktuelle Finanzierung von Schuldenstaaten stärker einzubinden. Seit Mai 2010 hat die EZB Staatsanleihen im Wert von rund 213 Milliarden Euro aufgekauft, allein 40 Milliarden Euro entfielen davon auf Griechenland-Bonds. Nach wie vor gibt es aber insbesondere seitens der Deutschen Bundesbank kritische Stimmen, was eine Vereinahmung der EZB für die europäische Finanzpolitik angeht. Demgegenüber sieht das französische Finanzministerium in der EZB eine schlagkräftige Waffe gegen die Euro-Krise, die es stärker einzusetzen gelte. Als Alternative könnte der erweiterte Rettungsschirm ESM in Zukunft Anleihen der Krisenstaaten aufkaufen, so der Plan der Euro-Troika.

Nun soll die EZB weitere Milliarden auf drei Jahre an die Banken verleihen. Mit dem Geld will EZB-Präsident Mario Draghi eine Finanzierungskrise von Unternehmen in den Schuldenstaaten abwenden. Analysten fürchten allerdings, dass sich die Banken in der Kreditvergabe an die Wirtschaft weiterhin zurückhaltend zeigen. Auch die weiteren Aussichten für die Finanzstrategie der EZB deuten auf schwierige Zeiten hin: Bereits jetzt zirkuliert in Bankenkreisen die Vermutung, dass die EZB den Leitzins von derzeit einem Prozent in den kommenden Monaten erneut senken muss. Pumpt die EZB zudem unbegrenzt Geld in den Finanzmarkt, besteht die Gefahr eines Vertrauensverlusts in den Wert des Euros.


 
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17.05.2012, 20:00 Uhr
 
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Biermixgetränke erfreuen sich dagegen weiter steigender Beliebtheit. Sie machten im ersten Quartal 2012 mit 0,8 Millionen Hektolitern 3,8 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Das sind 24,3 Prozent mehr als im Auftaktquartal 2011.
 
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