09. September 2010 Startseite| Fotostrecke| Umfrage
wirtschaftsnachrichten.org
Top-Thema "Unternehmenspleiten"
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Unternehmenspleiten:
340.000 in 10 Jahren

Neuss (wnorg) -
250 Milliarden Gläubigerschäden
Jeder 5. Arbeitnehmer betroffen
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2000 bis 2010: Ein Jahrzehnt der Zusammenbrüche und Pleiten großer traditionsreicher Unternehmen. Wohlklingende Namen gingen unter, Hundertausende Arbeitsplätze wurden mitgerissen. Seit der Jahrtausendwende wurden rund 340.000 Unternehmenszusammenbrüche in Deutschland gezählt. Das entspricht im fiktiven Zahlenvergleich in etwa der Hälfte des heutigen Unternehmensbestandes Nordrhein-Westfalens. Riesige Schuldenberge blieben unbezahlt. Aber auch fast 600.000 private Verbraucher mussten im vergangenen Jahrzehnt das Insolvenzschicksal hinnehmen.

Riesen-Insolvenzen

Die größte Insolvenz des vergangenen Jahrzehnts war die des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor, von der 2009 etwa 52.000 Mitarbeiter der Unternehmensgruppe betroffen waren. Zu den Großinsolvenzen der 2000er Jahre zählten auch die Pleite des Baukonzerns Phillip Holzmann mit ca. 23.000 Beschäftigten, der 2002 in die Knie ging. Die Zahlen über die Insolvenzen des letzten Jahrzehnts teilte der Verband der Vereine Creditreform e. V. Ende 2009 mit.

Schlagzeilen machte auch der Zusammenbruch des Maschinen- und Anlagenbauers Babcock Borsig mit 21.000 Mitarbeitern im gleichen Jahr. Mit jeweils rund 11.000 Beschäftigten zählte die PIN Group im Jahr 2008 und der Möbelhersteller Schieder 2007 ebenfalls zu den ganz großen Firmenzusammenbrüchen des Jahrzehnts.

Untergang der großen Namen

Weitere Großinsolvenzen der letzten zehn Jahre
(Beschäftigtenzahlen in Klammern):

2002 Kirch Media Gruppe (10.000), 2009 Woolworth (9.300), 2006 Heros Sicherheitsdienste (5.080), 2005 Walter Bau (6.900), 2008 SinnLefers (4.100), 2008 Hertie (3.400), sowie Qimonda, Karmann, Wadan-Werften, Schiesser, Escada AG, BenQ Mobile, IhrPlatz, Agfa Photo GmbH, Salamander, Grundig, Eduard Kettner, Wiener Wald, Herlitz AG, UFA Theater und viele andere Traditionsnamen.

Jeder fünfte Arbeitnehmer betroffen

Insgesamt waren im zurückliegenden Jahrzehnt rund fünf Millionen Arbeitnehmer von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen. Durch Schließung bzw. Sanierung des Unternehmens ist ein großer Teil dieser Arbeitsplätze weggefallen. Danach hat fast jeder fünfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den letzten zehn Jahren schon einmal die Pleite seines Arbeitgebers erlebt.

Gläubigerschäden: 250 Milliarden Euro

Die Schäden für die Gläubiger für die Jahre 2000 bis 2009 belaufen sich auf insgesamt 250 Milliarden Euro. Pro Insolvenzfall mussten die Gläubiger rein rechnerisch Forderungen in Höhe von durchschnittlich 735.000 Euro abschreiben. 2009 wurde hierbei ein Rekordwert (1,08 Millionen Euro) erreicht.

Fast 600.000 Verbraucherinsolvenzverfahren

Die Insolvenzrechtsreform von 1999 und die Vereinfachungen im Zuge der Novellierung von 2002 haben eine regelrechte Flut von Verbraucherinsolvenzen ausgelöst: 596.000 Verbraucher mussten seit dem Jahr 2000 in die Privatinsolvenz. Damit hat etwa jeder hundertste Erwachsene in Deutschland die Restschuldbefreiung beantragt. Allein in den letzten vier Jahren sind pro Jahr jeweils rund 100.000 neue Fälle hinzugekommen.


 
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Aktuelle Meldung


Einzelhandel rechnet mit Trendwende
09.09.2010, 20:00 Uhr
 
Düsseldorf (ddp) - Der Handelsverband Deutschland (HDE) setzt auf einen Konsumanstieg in diesem Jahr. "Wir verzeichnen gute Signale für den Konsum", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Düsseldorfer "Wirtschaftswoche" laut Vorabbericht. Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt sei im Handel deutlich spürbar. "Deshalb rechnen wir für 2010 mit einem Umsatz mindestens auf Vorjahresniveau. Das ist mehr, als wir Anfang des Jahrs erwartet haben", erläuterte Genth.

Im Oktober will der Verband seine Prognose noch einmal überprüfen und voraussichtlich nach oben korrigieren. "Ein Umsatzplus von einem Prozent ist 2010 möglich", sagte Genth. Die Menschen würden wieder mehr Geld für sich ausgeben. "Bei Textilien verzeichnen wir daher ein Umsatzplus von rund sechs Prozent", ergänzte der HDE-Chef. Auch Möbel und Elektronikartikel, insbesondere Fernseher, verkauften sich gut.

Nachdem sich längere Öffnungszeiten durchgesetzt hätten, erhofft sich Genth weitere positive Signale vom Geschäft an Sonntagen: "Jetzt sind die Bundesländer gefordert, mehr verkaufsoffene Sonntage zuzulassen", sagte er.

 
Life & Lifestyle
    04.09.2010, 07:00 Uhr
Hamm / Wien (wnorg) - Immer öfter online sein in einer virtuellen Welt: Das kann süchtig machen und Realitätsverlust bedeuten. Es kann sogar zur Depression führen. Experten schhlagen jetzt Alarm, weil bereits Jugendliche immer häufiger durch Internetsucht von Depression bedroht sind.
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    27.08.2010, 09:30 Uhr
Köln (wnorg) - Für Verbraucher sind derzeit Altersvorsorge-Produkte oft nur schwer durchschaubar. Transparenz heißt deshalb das Zauberwort unter dem die Lebensversicherungswirtschaft zum Strategiemeeting nach Köln eingeladen wird. Denn gleich mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben vielen Altersvorsorge-Produkten Intransparenz bescheinigt. Es fehlt vor allen Dingen an einer standardisierten Vergleichbarkeit von Informationen über Kosten und Renditeerwartungen der angebotenen Produkte.
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IWB: Neuer Wachstumsbegriff notwendig

Zülpich (wnorg) -
Wachstum und Nachhaltigkeit müssen sich nicht ausschließen. Aber Mensch und Gesellschaft brauchen mehr als nur den reinen ökonomischen Zuwachs.

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Automarkt Deutschland verliert

Frankfurt am Main (wnorg) -
Weltweit zieht der Automarkt wieder spürbar an. Europa aber hinkt deutlich hinterher. Auch der Absatz im deutschen Inland schwächelt im Vergleich zu Märkten in Asien und Amerika.

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Kommentare
 
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Karstadt: Sanierung
ist kein Sponsoring

09.09.2010, 17:00 Uhr
Berlin (wnorg) -
Was Nicolas Berggruen für die Mitarbeiter von Karstadt geleistet hat, verdient Anerkennung. Dennoch wäre es falsch, in Berggruen einen Sponsor zu vermuten.

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Schalke braucht das Geld der Fans

05.09.2010, 07:00 Uhr
Gelsenkirchen (wnorg) -
Das System ist simpel. Wenn die Not am größten ist, können nur noch wahre Freunde helfen.

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Konjunktur:
Gefahr aus dem Ausland

30.08.2010, 10:00 Uhr
Frankfurt (wnorg) -
Die deutsche Wirtschaft ist in Fahrt wie lange nicht mehr. Der Export treibt das Wachstum an. Aber es gibt erste Anzeichen aus dem Ausland, dass dieser Trend bald brechen könnte.

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