05. Februar 2012 Startseite| Fotostrecke| Umfrage
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Minijobs: Ansturm auf Privatbereich
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Minijobs: Ansturm auf Privatbereich

Bochum (wnorg) -
Immer mehr private Haushalte beschäftigen Minijobber. Und immer mehr Menschen sind darauf angewiesen, sich etwas dazu zu verdienen.

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Minijobs werden auch als 400-Euro-Jobs bezeichnet. In Wirklichkeit liegen die Durchschnittsentgelte jedoch deutlich darunter. Das durchschnittliche monatliche Arbeitsentgelt betrug für Minijobber im gewerblichen Bereich in den westlichen Bundesländern im Jahr 2008 rund 264 Euro, im Osten rund 207 Euro. In Privathaushalten verdienten Minijobber im Westen rund 192 Euro, in den östlichen Bundesländern rund 139 Euro. Besonders viele Minijobber sind im Einzelhandel, in der Gastronomie, in der Gebäudebetreuung sowie im Garten- und Landschaftsbau beschäftigt.

Und immer mehr geringfügig Beschäftigte nutzen die Möglichkeit der Aufstockung. Die Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) in Essen verzeichnet im ersten Quartal dieses Jahres den stärksten Anstieg an Anmeldungen von Minijobbern in Privathaushalten im Vergleich der März-Werte seit 2005. Verglichen mit März 2009 stieg die Zahl um 18,5 Prozent auf rund 204.000 Beschäftigte. Dies geht aus dem Quartalsbericht der Minijob-Zentrale hervor.

Im Bereich der gewerblichen Minijobs zählte die Minijob-Zentrale zum 31. März dieses Jahres rund 6,7 Millionen Beschäftigte. Im Vergleich zum Vorjahreswert ist dies ein Anstieg von 1,1 Prozent. Gegenüber Dezember 2009 ging die Zahl der gewerblichen Minijobber um 1,2 Prozent leicht zurück, während sie im haushaltsnahen Bereich um 3 Prozent stieg.

Für viele Beschäftigte ist der Minijob nicht nur eine kurzzeitige Tätigkeit. Zwar dauerten sowohl im gewerblichen Bereich als auch in Minijobs in Privathaushalten ca. 40 Prozent der Beschäftigungen bis zu einem Jahr, bei den übrigen 60 Prozent jedoch länger als ein Jahr, bei gut einem Drittel sogar länger als drei Jahre. Die weitaus meisten Arbeitgeber beschäftigen nur wenige Minijobber. Mehr als drei Viertel der ca. 1,8 Millionen Arbeitgeber haben nicht mehr als drei geringfügig entlohnte Arbeitnehmer in ihren Unternehmen.

Für Minijobber im gewerblichen Bereich zahlen Arbeitgeber Pauschalbeiträge zur Rentenversicherung in Höhe von 15 Prozent des Arbeitsentgelts, in Privathaushalten von 5 Prozent. Im ersten Quartal 2010 nutzten rund 326.000 Minijobber im gewerblichen und rund 14.000 Minijobber in Privathaushalten die Möglichkeit, mit freiwilliger Eigenleistung den Pauschalbetrag des Arbeitgebers auf den allgemeinen Rentenversicherungsbeitrag von 19,9 Prozent aufzustocken und so höhere Rentenansprüche zu erwerben.

 
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