05. Februar 2012 Startseite| Fotostrecke| Umfrage
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Jugendsport durch Doping gefährdet
Bild: ddp  

Jugendsport durch Doping gefährdet

Hannover / Bonn (wnorg) -
Andre Plöger, Direktor für Marketing bei der AWD Deutschland GmbH fordert einen stärkeren Schutz der Jugend im Breitensport. NADA-Vorstands- vorsitzender Armin Baumert weiß, dass Doping bereits in breiten Schichten des Sports angekommen ist und Prävention deshalb sehr früh anzusetzen hat.

NADA-Vorstandsvorsitzender
Armin Baumert, Bild: ddp
   

Armin Baumert, Vorstandsvorsitzender der NADA (Nationale Anti-Doping-Agentur in Deutschland): "Je nach Sportart sollte die Aufklärung sehr gezielt bereits bei Kindern und Jugendlichen beginnen das schließt natürlich auch die Aufklärung über Arzneimittelmissbrauch, verbotene Alltagsdrogen und leistungssteigernde Präparate mit ein." Das Wirtschaftsforschungsinstitut IWB verweist ergänzend auf einen rasant wachsenden, teils legalen teils illegalen Milliardenmarkt mit leistungssteigernden, entzündungshemmenden oder schmerzstillenden Substanzen. Schon das regelmäßige Einwerfen von "legalen" Schmerzmitteln, um härter trainieren zu können, markiert bei Jugendlichen den Beginn einer Doping-Karriere. Die nächste Stufe können dann schon verbotene Substanzen sein, die in der NADA-Verbotsliste auftauchen. Eltern und Lehrer will die NADA deshalb gezielt mit Broschüren informieren, aber auch durchaus spektakulär in Gruppenveranstaltungen an Olympiastützpunkten.

Andre Plöger, Direktor für Marketing bei der AWD Deutschland GmbH: "AWD hat bereits mehr als 1.500 Vereine im Bereich des Sportsponsorings gefördert. Dabei liegt uns der Jugendsport besonders am Herzen. Das betrifft vor allem kleine Vereine in den Regionen. Kinder und Jugendliche durch gezielte Aufklärung vor Doping zu schützen, muss zukünftig auch Aufgabe des Sportsponsorings durch die Wirtschaft sein".

Die NADA kennt die Gefahr. Armin Baumert Vorstandsvorsitzender der NADA: "Doping und Arzneimittelmissbrauch sind mittlerweile in breiten Schichten des Sports angekommen, insbesondere und natürlich schon seit längerem dort, wo stark leistungsbezogen trainiert wird." Eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsforschung IWB bestätigt das: Schmerzmittel, Aufputschmittel und Aufbaupräparate sind auch im Alltag des regionalen Vereinssports längst angekommen. Jugendliche unter sportlichem Leistungsdruck greifen immer häufiger zur "helfenden" Tablette oder Ampulle. Einschlägige Internet-Foren sind voll mit entsprechenden Erfahrungsberichten jugendlicher User. Aufklärung für örtliche Vereine, Eltern und Trainer ist dringend erforderlich. Oft fehlt hier das Geld für eigene Aufklärungsarbeit. Sportsponsoring könnte hier gezielt jugendschützend eingesetzt werden.


 
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